Der Verein Miteinander möchte zusammen mit dem Fotografen André Straub, Mitbegründer der Heimatlichter GmbH, Geschichten und Gesichter der Migration in der VG Freinsheim zeigen.
Silke Stevermüer und Andrea Scheuermann sind im Vorstand des Vereins „Miteinander in der VG Freinsheim e.V.“ Seit 10 Jahren unterstützt der Verein Menschen, die aus vielen verschiedenen Ländern in unsere VG gekommen sind. Sie helfen, den Alltag zu meistern, Deutsch zu lernen, Bürokratie und Arbeit zu bewältigen, das soziale Miteinander zu verstehen und Teil unserer Gemeinschaft zu werden.
Wir möchten mit diesem Projekt Menschen zeigen, die in unsere Stadt gekommen und inzwischen Teil unseres täglichen Lebens geworden sind. Sie sind hier im wahrsten Sinne des Wortes ‚Angekommen‘. Sie leben, lieben, arbeiten mit uns. Die meisten sind gekommen, um zu bleiben, um Teil unserer Gesellschaft zu werden. Sie gehören heute dazu in Firmen, Schulen, Sportvereinen. Sie wollen wie wir in Freiheit und Demokratie leben, Familien gründen, Wohlstand erarbeiten, neue Freunde finden.
Wir wollen Gesichter zeigen und kleine Geschichten erzählen. Geschichten von Angst, von großen Herausforderungen und ungeheuren Anstrengungen. Geschichten vom Lernen und Wachsen und Ankommen. Die Gesichter erzählen schon allein: Von Heimat, Herkunft, Freude und traurigen Erinnerungen.
Kleine Geschichten vom Ankommen.
Ich bin … Silke S.
und ich bin ursprünglich im östlichen Ruhrgebiet in Lünen aufgewachsen. Unsere Nachbarschaft war dort lebendig und international – es war eine tolle Kindheit. Mit der alten Heimat verbinden mich natürlich Erinnerungen (an Mohnkuchen und Möpkenbrot), alte Freunde und Familie. Und zum Glück besuchen mich alle gerne hier in Freinsheim.
Neue Menschen und Kulturen kennenzulernen hat mir schon immer sehr viel Spaß gemacht, daher bin ich nach dem Abitur zwei Jahre durch Europa und Israel gereist. Ich spreche Deutsch, Englisch und etwas Französisch und Portugiesisch.
In Berlin habe ich dann in dem spannenden Jahr 1989 mein Jurastudium angefangen. Und in Berlin habe ich auch meinen Mann, einen Pfälzer, kennengelernt. So sind wir mit unserer kleinen Tochter Gwen 1997 erst nach Bobenheim und dann 2001 nach Freinsheim gezogen. Freinsheim war für mich wirklich „Liebe auf den ersten Blick“, hier bin ich schon mit meiner Tochter in die Krabbelgruppe gegangen und wir waren total happy, als wir hier unser Häuschen gefunden haben.
Schwierigkeiten am Anfang? Tatsächlich war es wie bei den Flüchtlingen die Sprache 😊. Das Pfälzische war total neu für mich und ich musste mich da wirklich einarbeiten. Das hat sehr viel Spaß gemacht z.B. wegen lustiger Verwechslungen wie „Es beißt mich!“. Ich musste herausfinden, was eine Grumbeersupp ist und wurde verblüfft angeguckt, weil ich wissen wollte, was das genau ist, was es da zum Mittagessen gibt. Und könnte es sich bei Quetschekuchen um einen gequetschten Kuchen handeln? Er war köstlich 😊
Seit 2015 engagiere ich mich im Verein Miteinander, was mir nach wie vor einfach sehr viel Spaß macht. Mir ist es wichtig, dass Menschen, die zu uns kommen, bei den ersten Schritten der Integration Hilfe und Unterstützung bekommen, um anzukommen. Denn die ersten Schritte in einer neuen Umgebung sind immer schwierig. Während der letzten Jahre habe ich bei meiner Arbeit viele Menschen mit den unterschiedlichsten Lebenserfahrungen und ganz unterschiedlicher Herkunft kennenlernen dürfen. Mir ist es auch ein Anliegen, dass alle Menschen respektvoll und wertschätzend miteinander umgehen. Und dann noch mit einer Portion Humor dazu und so lässt sich immer alles meistern!
Nach all den Jahren bin ich jetzt hier zu Hause, Freinsheim ist meine Heimat. Und das ist auch wirklich sehr schnell gegangen. Wie könnte es auch anders sein bei den freundlichen und herzlichen Pfälzern und der wunderschönen Landschaft.
Ich bin … Andrea Sch., 65
aus Erpolzheim. Auch ich habe Migrationshintergrund: Geboren wurde ich mitten im „Pott“ – in Duisburg im Ruhrgebiet, der Stadt mit dem größten Binnenhafen Europas. Dort ging es schon immer – nicht erst seit den Gastarbeitern – international zu. Nach Stationen in Stuttgart, Tübingen, Waldsee bei Speyer, Stadtmitte Mannheim sind mein Mann – der gebürtiger Schwabe ist – und ich 2007 in der Pfalz gelandet. Und wir lieben es hier! Definitiv unsere 2te Heimat, hier wollen wir nicht mehr weg. Ich spreche Deutsch, Englisch, einigermaßen Französisch und etwas Spanisch.
Sprache ist auch das, was auch mir bei allen Umzügen immer wieder Probleme gemacht hat. Meine ersten Kontakte mit Schwäbisch in Stuttgart kamen mir vor, wie ein nordchinesischer Dialekt. Ich habe nichts verstanden! 😊 Und auch der Anfang in der Pfalz war schwer.
Ich habe nach dem Abitur Sprachen gelernt und beim Amerikanischen Konsulat in Stuttgart als Dolmetscherin gearbeitet. Danach hatte ich verschiedene Bürojobs, immer mit Fremdsprachen. Als es mir langweilig wurde, habe ich berufsbegleitend den Betriebswirt gemacht und war die letzten Jahre als Unternehmensberaterin Personal selbstständig. Heute bin ich überwiegend ehrenamtlich beim Verein Miteinander tätig.
Der Umgang mit Menschen aus verschiedenen Kulturen und Ländern wurde mir quasi in die Wiege gelegt: mein Vater hat in der Schifffahrtsbranche gearbeitet und bei uns waren schon immer Menschen aus aller Herren Länder am Tisch. Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Mein Lebensmotto seither: A stranger is a friend I haven’t met!
Ich engagiere mich im Verein ehrenamtlich, weil ich der Ansicht bin, dass alle Menschen gleich viel wert sind, egal woher sie kommen oder an was sie glauben. Und jede*r hat das Recht, für sich ein gutes Leben zu wollen und dafür zu arbeiten. In jedem Land, mit jeder Hautfarbe, mit jedem Glauben oder Geschlecht gibt es gute und schlechte Menschen.
Ich bin … André S., 52
aus Freinsheim. Mein Migrationshintergrund? Ich bin geboren in Leipzig und damit einem lustigen Dialekt mächtig, der mit Pfälzischen mindestens mithalten kann. Erst habe ich meine Ausbildung in Radeberg gemacht – genau der BIER-Stadt. Danach hat es mich nach Monnem zum Studium an der Berufsakademie verschlagen und bin dann seit 2005 in der wunderschönen Pfalz hängengeblieben. Sprechen kann ich daher russisch, englisch, sächsisch unn ach a bisschen pälzisch.
Wenn man sächsisch kann, machen einem sämtliche Dialekte in Deutschland keine Schwierigkeiten mehr. Mittlerweile kann ich auch ein paar Brocken Französisch, zum Überleben reicht es dabei.
Freinsheim ist für mich meine Heimat geworden, in der ich mich unglaublich wohl fühle. Die Pfälzer sind auch einfach ein offenes und liebenswertes Volk. Als Mitglied fühle ich mich dem Verein Miteinander sehr verbunden, da dieser sich mit großem Herzen für zu uns zugezogene Menschen engagiert. Seit Jahren arbeiten wir auch an den Fototagen in Freinsheim eng zusammen.
Kulturen und Menschen anderer Länder, egal woher, interessieren mich schon immer. Sie sind für mich eine Inspiration und man kann von anderen Menschen, egal welcher Herkunft, sehr viel lernen. Da immer offen mit dem Herzen sein!
Ich bin … Hussam H.
Ich komme aus Damaskus, Syrien und bin 37 Jahre alt. Im Oktober 2015 kam ich nach Deutschland und ziemlich schnell nach Freinsheim. Zunächst war ich ohne meine Familie hier, was sehr schwierig für mich war. Aber ich wollte erst ein Leben für uns aufbauen, bevor ich meine Frau und unseren kleinen Sohn Wissam nachhole. Ich spreche Arabisch und Englisch und habe für meinen Berufsanerkennung Deutsch bis zum Niveau C1 gelernt.
In Damaskus hatte ich an der Universität 5 Jahre lang Pharmazie studiert und das 2011 abgeschlossen. Danach habe ich dort auch gearbeitet. Hier in Deutschland habe ich erst Deutsch gelernt und dann mein Pharmazie-Studium anerkennen lassen. Dafür musste ich eine Fachsprachprüfung und eine Kenntnisprüfung bestehen. Im März 2018 wurde ich in Deutschland approbierter Apotheker! Seit diesem Zeitpunkt arbeite ich als Filialleiter in der Ratsapotheke in Weisenheim am Berg.
Am schwierigsten für mich war am Anfang die Bürokratie in Deutschland und natürlich haben meine Frau und unser Sohn mir unglaublich gefehlt. Auch heute noch ist es schwer, dass meine Eltern und meine restliche Familie so weit weg sind.
Besonders schätze ich an Deutschland die neuen Freunde, die ich hier getroffen habe, die Erfahrungen, die ich sammeln konnte – und Freinsheim, meine neue „Schöne Stadt“!❤️
Neben meinen Eltern vermisse die zauberhafteste Stadt auf der Welt: Damaskus und die Spaziergänge durch ihre Altstadt 💚. Man nannte sie „Damaskus, die Schöne“‘, wegen ihrer reichen Geschichte und kulturellen Bedeutung. Sie ist eine der ältesten Städte der Welt und es gab unglaublich viele wunderschöne und bedeutenden Bauwerke. Leider hat der schreckliche Bürgerkrieg auch das UNESCO Weltkulturerbe Altstadt Damaskus nicht verschont – nichts ist dort mehr, wie es einmal war.
Ich bin … Hanin A.
aus Syrien und 37 Jahre alt. Im Mai 2018 konnte ich endlich mit unserem Sohn Wissam zusammen zu meinem Mann nach Freinsheim kommen. Ich spreche Arabisch und Deutsch. An der Universität in Damaskus hatte ich 5 Jahre lang Pharmazie studiert. Dort habe ich auch meinen Mann kennen gelernt. Wir haben beide 2011 unseren Abschluss dort gemacht.
Wie er habe ich hier erst mal Deutsch bis zum Niveau C1 gelernt, um dann mein Pharmazie-Studium anerkennen zu lassen. Ich habe die Fachsprachprüfung und die Kenntnisprüfung im August 2022 bestanden und wurde so auch in Deutschland approbierte Apothekerin. Seit der Anerkennung arbeite ich als Apothekerin in der Einhorn Apotheke in Frankenthal.
In den ersten Monaten war die Sprachbarriere das Schwierigste, aber ich habe schnell gelernt. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass wir in Deutschland nicht willkommen sind! Das macht das Leben heute schwierig!
Mir gefällt hier, dass Deutschland ein Rechtsstaat ist und das Gesetz über allem steht. Vermissen tue ich natürlich meine Familie und vor allem die großen Familientreffen!
Ich bin …. Wissam H.
und komme aus Syrien. Ich bin 12 Jahre alt und bin im Mai 2018 nach Deutschland gekommen, da war ich 4 Jahre alt. Ich spreche Deutsch und Arabisch und in der Schule lerne auch Englisch und Französisch. Zuerst war ich hier im Haus für Kinder und dann in der Grundschule in Freinsheim. Jetzt gehe ich in der 6. Klasse auf dem Werner-Heisenberg-Gymnasium in Bad Dürkheim.
Ich bin … Abdul R.
31 Jahre und 2012 aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Ich spreche Dari und Deutsch.
In meiner Heimat habe ich 3 Jahre eine Koranschule besucht. In Deutschland war ich zunächst in Sprachkursen und habe dann die 3-jährige duale Ausbildung zum Koch gemacht. In der Zeit habe ich auch Andrea Sch. vom Verein Miteinander und ihren Mann Klaus kennen gelernt, die mir seither viel geholfen und mir Sicherheit hier in Deutschland gegeben haben.
Herr Gilcher hat mir im von Busch Hof alles beigebracht, was ich für den Beruf lernen musste. Er ist auch heute noch Freund und Mentor für mich.
In der Gastronomie wechselt man immer mal wieder den Arbeitsplatz, um sich weiterzuentwickeln. Nach Stationen im Hotel Annaberg, im Hambacher Schloss, bei Speeter bin ich heute Küchen- und Restaurantleiter in der Alten Pfarrey in Neuleiningen.
Am schwierigsten war es für mich am Anfang, dass man mich nicht mehr in eine Regelschule gelassen hat. Ich war schon zu alt. Ich hatte so gehofft, hier eine gute Schulbildung zu bekommen.
Heute ist es immer noch schwer für mich, wenn ich in der Öffentlichkeit über ‚Messermänner‘ und vor allem über ‚gefährliche‘ Männer aus Afghanistan höre. Wir sind nicht alle so – es gibt auch bei uns viel mehr gute als schlechte Menschen. Da sind alle Völker gleich.
Am besten gefällt mir in Deutschland, dass ich mich sicher fühlen kann und dass ich meinen Traumberuf machen kann. Ich liebe es zu kochen und man findet hier in diesem Bereich immer einen guten Job. Ich freue mich darauf, dass ich in Kürze die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen werde. Dann bin ich endlich richtig in meiner neuen Heimat angekommen.
Aus der alten Heimat vermisse ich hauptsächlich Menschen, meine Familie. Aber auch manche Lebensmittel, die es hier nicht gibt oder die einfach ganz anders schmecken.
Ich bin … Volker G.
und Chef und Küchenmeister im Restaurant von Busch Hof in Freinsheim. Abdul Raufi hat mich bereits beim Vorstellungsgespräch zur Ausbildung mit seinem Ordnungssinn und seinem höflichen und freundlichen Auftreten beeindruckt.
Aller Anfang ist schwer und so haben wir auch eine Weile gebraucht, bis das mit der Verständigung und Zusammenarbeit gut geklappt hat. Abdul hat sich am Anfang mit der Berufsschule sehr schwergetan, weil er ja keinerlei deutsches Schulwissen hatte. Aber mit Unterstützung hat er alles gemeistert und seine Prüfung bestanden.
Bei der praktischen Arbeit hat er allerdings sofort überzeugt. Und seine überaus hilfsbereite Art, sein Sinn für Sauberkeit und Ordnung, seine Liebe und Geschick beim Anrichten und Dekorieren haben mir von Anfang an Spaß gemacht.
Noch heute hilft er mir, egal, worum ich ihn bitte. Und ich berate und unterstütze ihn bei seiner Weiterentwicklung als Koch. Ich kann sagen: es hat sich für uns beide gelohnt.
Wir sind … die Familie von Walid und Alia
44 und 37 Jahre alt und kommen aus Damaskus, Syrien.
Wir sind seit 14 Jahren verheiratet. Alia war in der Heimat Grundschullehrerin und Walid hatte ein kleines Spielzeuggeschäft. Unsere Söhne wurden in Syrien geboren, Alaa 2012 und Mohamed 2014 .
2015 ist Walid dann zuerst allein von Syrien nach Deutschland geflohen. Alia, die beiden Kinder und ihr Schwager Ali sind ihm Anfang Januar 2016 gefolgt. Walid hatte Angst, dass die Flucht mit Kindern zu gefährlich wäre, aber Alia ist dann los, weil es nicht mehr ging.
Über das Camp Birkenfeld sind wir erst nach Weisenheim am Berg gekommen und dann haben wir eine Wohnung in Freinsheim gefunden. Walid hat zuerst 1 Jahr im Dönerladen in Freinsheim gearbeitet. Danach hat er als Verkäufer in einem Gemüsegroßhandel hier angefangen, wo er noch immer arbeitet. Die ganze Familie spricht Arabisch und Deutsch, die Kinder aber nicht sicher und fließend. Arabisch ist auch eine sehr schwierige Sprache.
2017 kam Sara auf die Welt, 2021 Adam. Alle größeren Kinder besuchen die Schule, Alaa die IGS in Deidesheim, Mohamed das WHG in DÜW, Sara ist in der Grundschule in Freinsheim, Adam im Kindergarten An der Bach. Alle Kinder sind regelmäßig im Haus der Jugend, Alaa spielt hier im Fußballverein, Sara möchte mit ihrer Freundin in den Handballverein.
Das Schwierigste für alle war am Anfang die Sprache. Heute kommen alle gut klar. Nur die Bürokratie und Papierfülle sind manchmal noch schwierig, aber sie haben sich daran gewöhnt. Die gute Gesundheitsversorgung, die Kindergärten und Schulen in Deutschland sind so gut, wie wir das in keinem anderen Land gesehen haben. Wir vermissen nichts hier, uns geht es gut. Natürlich denken wir manchmal an die Stadt, in der wir gewohnt haben, die Straßen und Geschäfte. Aber heute fühlen wir uns hier in Freinsheim zu Hause. Die Kinder und wir haben hier unsere neue Heimat. Die Kinder haben hier ihre Freunde und Schule. Wir hoffen, dass die Kinder hier eine gute Ausbildung machen oder studieren können.
Wenn Adam größer ist, dann möchte Alia eine Ausbildung als Erzieherin machen. Alia gefällt die Gleichberechtigung der Frauen hier sehr und die Wahlmöglichkeiten: Studieren, Ausbildung und ein gleichberechtigtes Leben führen. Alia freut sich, dass Sara diese Möglichkeiten hat.
Ich bin …. Ali A., 35 Jahre alt und aus Syrien.
2016 bin ich mit meiner Schwägerin Alia und ihren beiden Söhnen meinem Bruder Walid nach Deutschland gefolgt.
Ich spreche Arabisch und Deutsch. In der Heimat war ich Sportlehrer, hier habe ich Deutschkurse bis zum Niveau B 2 besucht. Seit 2020 arbeite ich als Zusteller bei Post und DHL und ich liebe meinen Beruf. Ich treffe gerne Menschen und bin (fast) immer gut gelaunt.
Die Sprache war am Anfang wirklich sehr schwierig. Ich arbeite immer noch daran, meine Sprache zu verbessern. Heute habe ich die gleichen Schwierigkeiten, wie andere Deutsche: einen passenden Job und eine passende Wohnung zu finden, ist nicht einfach.
Mir gefällt an Deutschland am meisten die Sicherheit, die Möglichkeiten und dass ich mich hier gut weiterentwickeln kann. Ich vermisse meine große Familie und unsere Familienfeste. Aber inzwischen habe ich neue deutsche Freunde im Fitnessstudio und bei der Arbeit. Kürzlich bin ich nach Erpolzheim gezogen und es gefällt mir dort sehr gut. Es ist ein kleines und ruhiges Dorf und die Menschen sind sehr freundlich.
Ich bin … Mojtaba D., 25
und komme aus dem Iran. Vor 3 Jahren bin ich nach Deutschland gekommen. Als Muttersprache spreche ich Farsi . Hier habe ich Deutsch bis zum Niveau B2 gelernt und kann auch bisschen Englisch. Ich habe meine Schulzeit auf einem Internat verbracht und habe nach dem Abitur 2 Jahre Maschinenbau studiert. Wegen der Flucht konnte ich das nicht abschließen.
Nach den Deutschkursen mache ich nun eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik beim Getränke Vertrieb Wolf in Freinsheim und besuche die Berufsschule BBSW2 in Ludwigshafen.
Freinsheim und die Umgebung von Freinsheim haben sehr schöne und faszinierende Natur, die mir sehr gut gefällt. Außerdem sind die Leute hier immer nett zu mir gewesen.
Aus meiner alten Heimat vermisse ich natürlich meine Familie, besonders meinen jüngeren Bruder. Ich hoffe, dass ich sie nach meiner Ausbildung besuchen kann. Aber in den Iran zurück möchte ich nicht. Ich schätze die Demokratie und Sicherheit und die vielen Möglichkeiten, die man hier in Deutschland hat, sich weiterzuentwickeln.
Zuletzt will ich mich herzlich bei meinem Chef, Herrn Lehnhardt und dem Team von Getränke Wolf bedanken, dass sie mir diese Gelegenheit geben haben, eine Ausbildung zu machen. Ich bedanke mich auch beim Verein Miteinander, der mir bei vielen Schwierigkeiten geholfen hat.
Ich bin … Jens L.
und Geschäftsführer vom Wolf Getränkevertrieb GmbH in Freinsheim.
Ich habe rund 50 Beschäftigte, aufgeteilt in folgende Tätigkeiten: Büro, Lager- & Logistik, Fuhrpark und Mitarbeitende in den Abholmärkten in Worms und Freinsheim.
Leider ist es aktuell nicht leicht, gute und motivierte Mitarbeiter zu finden – egal für welche Aufgaben,
Ich habe Mo eingestellt, weil ich ihm eine Chance in unserem Land geben wollte und ihm ermöglichen wollte, die Sprache besser zu erlernen.
Die Verständigung klappte von Anfang an sehr gut. Er ist sofort mit allen Kollegen gut ausgekommen.
Wir arbeiten sehr gut und zuverlässig auf beiden Seiten zusammen. Mo ist ein toller, wertvoller und zuverlässiger Mitarbeiter und sehr geschätzt bei allen.
Ich bin … Mohammad A.
34 Jahre alt und komme ursprünglich aus Homs in Syrien. Im September 2015 bin ich nach Deutschland gekommen. Meine Muttersprache ist Arabisch, außerdem spreche ich Deutsch und Englisch. In Syrien hatte ich begonnen, englische Literatur zu studieren, allerdings musste ich das Studium wegen des Krieges abbrechen.
Nach den Sprachkursen habe ich in Deutschland eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton gemacht und anschließend ein Volontariat bei der Rheinpfalz absolviert. Seit zweieinhalb Jahren arbeite ich dort, zunächst als freier Mitarbeiter, dann als Volontär und seit Oktober 2025 als Redakteur in der Lokalredaktion in Bad Dürkheim.
Die erste Zeit in Deutschland war nicht einfach. Besonders schwer war es, soziale Kontakte aufzubauen und mit Behörden und ihrer Sprache zurechtzukommen. Große Unterstützung habe ich dabei vom Verein Miteinander erhalten, der gerade in dieser Zeit gegründet wurde und uns sehr geholfen hat, die bürokratischen Hürden zu überwinden.
Deutschland ist für mich inzwischen eine zweite Heimat geworden. Ich bin froh, dass ich hier in der Pfalz gelandet bin. Ich habe fast nur gute Erfahrungen gemacht und viele Menschen kennengelernt, die mich unterstützt und begleitet haben. Einige davon sind zu engen Freunden geworden. Wenn ich heutzutage in Deutschland unterwegs bin und gefragt werde, woher ich komme, antworte ich oft mit Mannheim oder der Pfalz. Diese zehn Jahre haben mich geprägt. Wenn das Gespräch weitergeht, erzähle ich natürlich auch, dass ich ursprünglich aus Syrien komme. Das möchte ich nicht verstecken, denn Syrien wird immer meine erste Heimat bleiben.
In meiner neuen Heimat schätze ich besonders die Menschen, die ich hier kennenlernen durfte, und die vielen Möglichkeiten, die dieses Land bietet. Aus Syrien vermisse ich vor allem meine Familie, das Wetter und das Mittelmeer. Rassismus habe ich persönlich in all den Jahren nicht erlebt oder zumindest nicht bewusst wahrgenommen.
Ich bin … Mahdi. R.
42 und im September 2022 aus dem Iran nach Deutschland gekommen. Ich spreche Persisch, Englisch und Deutsch.
Im Iran hatte ich Abitur gemacht und danach ein Bachelor- und Masterstudium im Bereich Management. In Deutschland habe ich die Integrationskurse bis zum Niveau B2 besucht, um Deutsch als Fremdsprache zu lernen. Seit Mai mache ich jetzt eine sechsmonatige Fortbildung als Personalsachbearbeiter. Jetzt suche ich dringend eine Stelle im Personalwesen oder in der Sachbearbeitung in einem Büro. Die Fortbildung ist fast abgeschlossen und ich möchte weiter lernen und an meine Erfahrungen aus der Heimat anknüpfen.
Deutschlernen war am Anfang das Schwierigste! Jetzt ist es schwer für mich, meine über 16-jährige Berufserfahrung gezielt auf die Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes auszurichten. Die Jobsuche ist herausfordernd.
Der deutsches Rechtsstaat gibt mir Halt und Sicherheit und neue Freunde mit anderen Kulturen geben mir ein gutes Gefühl von Zugehörigkeit und Lebensfreude.
Am meisten vermisse ich meine Eltern. Und ich hoffe, sie noch einmal treffen und umarmen zu können.
Ich bin …Hamideh P.
37 und im Mai 2024 mit unseren Kindern aus dem Iran zu meinem Mann nach Deutschland gekommen. Ich spreche Persisch und lerne fleißig Deutsch.
Im Iran hatte ich das Abitur gemacht und dann geheiratet. Im Moment besuche ich hier die Sprachschule und wenn mein Deutsch gut genug ist, möchte ich gerne eine Ausbildung als Kinder-Erzieherin machen.
Deutschlernen ist das Schwierigste! Und an das kalte Wetter in Deutschland muss ich mich auch noch gewöhnen. Besonders schätze ich die wunderschöne Umwelt in unmittelbarer Nähe zu meiner neuen Heimat. Ebenso gefällt mir das friedliche und respektvolle Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, das frei von religiösen Konflikten ist.
Am meisten vermisse ich meine Eltern und Freunde, aber auch die Jahreszeiten in meinem Heimatland.
Ich bin … Reyhaneh Zahra R.
11 Jahre alt und im Mai 2024 mit meiner Mutter und meinem Bruder nach Deutschland zu meinem Vater gereist. Ich spreche Persisch und lerne Deutsch.
In meinem Heimatland habe ich die Grundschule bis zur 4. Klasse besucht und hier gehe ich jetzt in die 6. Klasse des Leininger-Gymnasiums in Grünstadt. Wenn ich gut in der Schule bleibe, möchte mal hier studieren.
Im Moment finde ich, dass Deutsch eine sehr schwierige Sprache ist. Die schönen alten Städte hier in der Umgebung und die wunderschönen Natur hier gefallen mir sehr gut. Und natürlich auch meine neuen ausländischen Freunde.
Am meisten vermisse ich meine Oma & Opa und meine Freunde dort.
Ich bin .. Mahdiar R.
9 Jahre alt und im Mai letztes mit meiner Mutter und meiner Schwester aus dem Iran gekommen. Ich spreche Persisch und lerne Deutsch.
Ich habe in meinem Heimatland die Grundschule bis zur 2. Klasse besucht und jetzt bin ich in der 4. Klasse der Grundschule Kallstadt.
Es ist schwer, hier neue Freunde zu finden und Deutsch zu lernen. Am besten gefällt mir, dass ich hier in Freinsheim im Verein Fußball spielen kann. Und am meisten vermisse ich meine Oma & Opa und meine Freunde.
Ich bin .. Nuku A.
aus Albanien. Ich bin 32 Jahre alt, neugierig genug für Neues und mit etwas Lebenserfahrung im Gepäck. Ich bin vor fünf Jahren nach Deutschland gekommen und fühle mich seitdem Schritt für Schritt mehr zuhause.
Ich wollte Neues entdecken, mich weiterentwickeln und mir selbst eine Herausforderung geben, vor allem, weil mir zu Hause vieles sehr bequem gemacht wurde. Ich spreche Albanisch als Muttersprache, dazu Englisch und Italienisch auf gutem Niveau. Spanisch verstehe ich sehr gut, auch wenn das Sprechen noch etwas Übung braucht. Türkisch kenne ich in Ansätzen und es steht auf meiner Wunschliste, es richtig zu lernen. Und natürlich spreche ich inzwischen auch im Alltag Deutsch.
Ich habe die Grundschule bis zur 8. Klasse besucht, danach bin ich ins Gymnasium gewechselt. Anschließend habe ich einen Bachelor in Gesundheits- und Krankenpflege und später einen Master in Gesundheitspsychologie abgeschlossen.
Ich arbeite seit fünf Jahren als Krankenschwester in einem Altenheim, ein Beruf, der mich täglich fordert, aber auch sehr erfüllt.
Ich kam genau zu Beginn der Corona Zeit nach Deutschland, eine Phase, die für mich wohl die größte Herausforderung war. Dazu kamen die Sprache, die Bürokratie, das Alleinsein und der Einstieg in die Arbeit. Zum Glück habe ich in dieser Zeit viel Unterstützung von meinem Arbeitgeber und meinen Kolleginnen und Kollegen bekommen.
Die Sprache ist heute kein großes Problem mehr, aber sie bleibt eine Herausforderung. Am schwierigsten ist jedoch die Entfernung zu meiner Familie und meinen Freunden. Zum Glück habe ich hier viele wunderbare Menschen kennengelernt, die mit der Zeit fast wie eine zweite Familie für mich geworden sind.
Am meisten schätze ich hier die Selbstständigkeit und die vielen Möglichkeiten, die sich mir eröffnet haben.
Am meisten vermisse ich meine Familie und Freunde. Und manchmal fehlt mir auch die Möglichkeit, mich so auszudrücken wie in meiner Muttersprache, dort gelingt vieles einfach natürlicher. Und natürlich fehlt mir auch die Sonne.
Ich bin … Samar A.
28, 1999 bin ich als Kleinkind aus Pakistan nach Deutschland gekommen. Ich spreche Deutsch, Urdu, Hindi, Japanisch und Englisch. Ich bin Deutscher? Muzzafar ist mein Onkel und war eines der ersten Mitglieder der Ahmadiyya Gemeinde in Freinsheim. Ich selbst bin Amtsleiter in der Jugend-Organisation unserer Gemeinde.
Ich war erst auf der Hermann Sinsheimer Grundschule in Freinsheim, dann auf der Realschule und schließlich auf dem Kurfürst Rupprecht Gymnasium in Neustadt. Ich habe Internationales Personal Management studiert und arbeite heute als Geschäftsführer im Transportgewerbe.
Meine Heimat war schon immer Deutschland, so dass ich nichts vermisse.
Ich bin Muzaffar A.
73, und 1979 aus Pakistan nach Deutschland gekommen. Ich spreche Urdu, Deutsch, Englisch und Hindi.
Samar ist mein Neffe. Wir sind beide Mitglieder der Ahmadiyya Gemeinde Freinsheim. Ich bin ziemlich von Anfang an dabei. 1994 haben wir hier in Freinsheim das Haus des heutigen Gebetszentrums gekauft.
In meiner Heimat war ich auf dem College, hier in Deutschland habe ich zunächst 37 Jahre bei HECK Dämmsysteme gearbeitet. Danach habe ich eine Ausbildung als Busfahrer gemacht und 10 Jahre bei der RNV gearbeitet. Heute bin ich Rentner.
In Deutschaland gefällt mir am besten, dass ich meinen Glauben frei leben kann, ohne Angst vor Repressalien.
Aus der Heimat vermisse ich immer noch meine Geschwister und Eltern, aber Deutschland ist längst meine 2te Heimat geworden.
Ich bin … Jaber A.
29 Hare alt und 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen. Ich spreche Arabisch und Deutsch.
In der Heimat hatte ich die normale Regelschule besucht. Hier habe ich zunächst Deutsch gelernt und dann – mit Hilfe von Rosi – einen Ausbildungsbetrieb gefunden. 2020 bis 2024 habe ich die Ausbildung zum Dachdecker gemacht. Ich war sogar Jahrgangsbester! Heute arbeite ich immer noch in meinem Ausbildungsbetreibe und mache aktuell den Vorbereitungskurs zur Meisterprüfung in Karlsruhe.
Am schwierigsten war es am Anfang, die Sprache zu lernen und Kontakt zu Deutschen zu bekommen. Noch heute empfinde ich den vielen Papierkram und die Bürokratie in Deutschland als kompliziert.
Aus meiner Heimat vermisse ich eigentlich nur den engen Zusammenhalt in einer großen Familie.
Inzwischen habe ich hier viele – auch deutsche – Freunde gefunden und fühle mich rund um wohl.
Ich bin … Rosemarie A.
aus Erpolzheim. Ich spreche Deutsch, Englisch und Französisch. Jaber und ich haben uns im Juli 2016 kennengelernt. Ich habe den Verein Miteinander von Anfang an unterstützt, weil ich es für notwendig halte und die Zeit und Möglichkeit dazu hatte. Über die Jahre habe ich zahlreichen geflüchteten Menschen geholfen, Wohnungen und Arbeit zu finden. Die meisten davon wohnen und arbeiten inzwischen im Großraum Kaiserlautern, dort hat man am Anfang am einfachsten bezahlbaren Wohnraum gefunden.
Am Anfang haben wir uns mit Händen und Füßen – und über ehrenamtliche Dolmetscher, die den Verein unterstützt haben – verständigt. Nach und nach haben alle so gut Deutsch gelernt, dass es gut funktioniert hat.
Am herausforderndsten war der Umgang mit der deutschen Bürokratie und den Behörden.
Jaber ist hier in der Gegend geblieben und ist über die Jahre Teil unsere Familie geworden. Ich bin sehr froh, ihn zu kennen und sehr stolz auf ihn. Er ist sehr zielstrebig, ehrlich, hilfsbereit und hat sehr konkrete Vorstellungen von seiner Zukunft in Deutschland. Inzwischen ist er auch deutscher Staatsbürger.
Ich bin .. Said K.
25 Jahre alt und 2015 als unbegleiteter Jugendlicher aus Jalalabad (Afghanistan) nach Deutschland gekommen. Ich spreche 5 Sprachen: Pashto als Muttersprache, Deutsch, Englisch, Dari, Hindi und Urdu.
In meiner Heimat habe ich das Gymnasium besucht. In Deutschland war ich zuerst auf der Realschule. Danach konnte ich auf dasStaatliche Aufbaugymnasium in Alzey wechseln, wo ich mein Fachabitur gemacht habe. Während dieser Zeit habe ich ein einjähriges Praktikum beim Modehaus Jost in Grünstadt absolviert, um mein Fachabitur vollständig zu erlangen. Das hat mir viel Spaß gemacht. Danach habe ich eine Ausbildung als E-Commerce-Kaufmann abgeschlossen. Zurzeit suche ich meine erste Arbeitsstelle nach der Ausbildung. Wenn Sie etwas wissen, sagen Sie das gerne dem Verein Miteinander 😉.
In den ersten Jahren war alles sehr schwer: Neue Kultur, neue Sprache, andere Gesetze, Freunde finden und mit allemzurechtzukommen war wirklich nicht leicht – besonders, das alles mit 17 Jahren allein zu schaffen. Zurzeit komme ich in Deutschland sehr gut zurecht. Ich glaube, die Schwierigkeiten, die ich aktuell habe, sind ähnlich wie die, die auch viele Deutsche haben. Ich sehe sie als Teil meines Lebens und versuche, gut damit umzugehen.
In Deutschland gefällt mir besonders die Freiheit, die ich in meiner Heimat nicht hatte. Aus meiner alten Heimat vermisse ich meine Familie. Zum Glück habe ich Silke St. vom Verein Miteinander in Freinsheim kennengelernt. Sie hat mir bei jedem Schritt geholfen, mein Leben in den Griff zu bekommen und mich ständig weiterzubilden und unterstützt mich noch heute. Eine solche Unterstützung war dasErste, was ich mir hier gewünscht hatte. Zum Glück hat mir Freinsheim das ermöglicht. Dafür bin ich wirklich dankbar!
Yasmina – Hala – Baraa – Safa – Serish – Hanin
Wir sind … Frauen aus Freinsheim.
Ich bin… Hala A.
bin 28 Jahre alt und 2014 gemeinsam mit meinem Mann aus Syrien nach Deutschland gekommen. In Syrien hatte ich bereits meinen Realschulabschluss, und mein Ziel war es, hier in Deutschland eine Ausbildung zu machen.
Als ich nach Deutschland kam, besuchte ich die Berufsbildende Schule in Hegne und habe dort zwei Jahre intensiv Deutsch gelernt. Danach bekam ich meine Tochter, die heute 10 Jahre alt ist, und später meinen Sohn, der 7 Jahre alt ist. In dieser Zeit musste ich mich vor allem um meine Kinder kümmern. Außerdem habe ich mich in dieser Phase von meinem Mann scheiden lassen. Diese Zeit war sehr schwierig für mich.
Trotz allem habe ich nicht aufgehört, an meinen Zielen zu arbeiten. Mit der Unterstützung meiner Familie – besonders meiner Eltern und Geschwister – konnte ich weiter Deutsch lernen und habe schließlich erfolgreich das B2-Niveau erreicht. Danach habe ich nach einer Ausbildung gesucht und mich für die Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin (PTA) entschieden, auch weil meine Mutter ebenfalls im gesundheitlichen Bereich arbeitet.
Ich habe die schulischen Prüfungen an der Bernd Blindow Schule bestanden und absolviere jetzt ein sechsmonatiges Praktikum in einer Apotheke in Bad Dürkheim. Gleichzeitig schreibe ich das Praktikumsbuch, das ich am Ende abgeben muss, und bereite mich auf meine Abschlussprüfung vor.
Mein Traum ist es, anschließend zu arbeiten, beruflich Fuß zu fassen und meine Kinder so zu unterstützen, dass auch sie ihre Schulabschlüsse und später ihre eigenen Ziele erreichen können.
Was ich an Deutschland besonders schätze, ist, dass dieses Land mir und meinen Kindern ermöglicht hat, in Sicherheit zu leben, eine Zukunft aufzubauen und etwas aus meinem Leben zu machen. Ich bin dankbar für die vielen freundlichen Menschen, die ich seit 2014 kennengelernt habe und die mich auf meinem Weg unterstützt haben.
Ich bin .. Baraa A.
25 Jahre alt und 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen. Ich war an der Robert-Gerwig-Schule in Singen Hochentwiel, wo ich zunächst ein Jahr lang Deutsch gelernt und anschließend meinen Realschulabschluss gemacht habe. Auf dem Weg bis zum Studium musste ich natürlich viel kämpfen, arbeiten und auch weinen – zuerst beim intensiven Deutschlernen, dann, weil ich direkt den Realschulabschluss machen musste, ohne den Hauptschulabschluss, den ich bereits hatte, wiederholen zu können. Danach musste ich sehr gute Noten im Realschulabschluss erreichen, um für das Abitur zugelassen zu werden. Vom Abitur ging es dann direkt ins Studium, wo ich wieder einen guten Notendurchschnitt anstreben musste – und schließlich im Studium selbst, weil ich unbedingt in der Regelstudienzeit fertig werden wollte.
Zurzeit studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung „Regenerative Energien“ und befinde mich im siebten Semester. Momentan absolviere ich meine Praxisphase (Praktikum) bei einem Fachverband, die noch bis Ende Dezember dauert. Es besteht die Möglichkeit, dass ich ab Januar dort auch meine Bachelorarbeit schreiben kann.
Mein Traum ist es, später einen Master zu machen und gleichzeitig zu arbeiten, um praktische Erfahrung zu sammeln. Auf meinem Weg haben mich viele Menschen unterstützt – zunächst der Hilfekreis in Aach, wo ich gewohnt habe, bevor ich nach Weisenheim am Sand gezogen bin, und später Miteinander in Freinsheim. Auch das Stipendium „Talent im Land“ hat mich während meiner Abiturzeit unterstützt.
Ich mag an Deutschland sowohl das Land selbst als auch die vielen netten Menschen, die ich seit 2015 kennengelernt habe. Ich fühle, dass Deutschland für mich inzwischen ebenfalls eine Heimat geworden ist. An meiner ursprünglichen Heimat vermisse ich vor allem meine Kindheit – ich war elf Jahre alt, als wir fliehen mussten – und natürlich auch meine Verwandten, die dort geblieben sind oder dort noch leben.
Während meiner Praktikumssuche habe ich eine unschöne Erfahrung gemacht: Ich hatte von einer Firma eine Zusage erhalten, aber anschließend bekam ich keinen Vertrag mehr. Die Begründungen waren nicht überzeugend („technische Probleme“ zum Beispiel). Deshalb konnte ich mir das nur so erklären, dass es möglicherweise an meinem Kopftuch lag. Auf ihrer Website schrieb die Firma zwar, dass sie alle Menschen akzeptiert, und deshalb haben sie auch mit mir ein Online-Vorstellungsgespräch geführt und mir eine mündliche Zusage gegeben. Doch als Frau mit Kopftuch erlebe ich immer wieder, dass Menschen denken, ich könnte kein Deutsch – zum Beispiel im Supermarkt, wo manche anfangen, besonders langsam mit mir zu sprechen.
Ich bin … Safa A.
46 Jahre alt, aus Syrien. Ich spreche Arabisch und Deutsch. In meiner Heimat hatte ich das Gymnasium besucht. Hier habe ich Integrationskurse besucht und war bei meiner Ausbildung zur Erzieherin auf der Helene Lange Schule in Mannheim.
Im Jahr 2015 bin ich mit meiner Familie wegen des Krieges aus Syrien nach Deutschland geflüchtet. Diese Zeit war sehr schwer für uns. Mein Mann war durch Granatsplitter am Kopf verletzt, und unsere ersten Tage in Deutschland verbrachten wir in Krankenhäusern. Die Ärzte und das Pflegepersonal haben ihn mit großer Fürsorge behandelt. Dafür sind wir bis heute sehr dankbar.
In Freinsheim haben wir ein neues Zuhause gefunden. Wir kamen aus Deir ez-Zor – einer völlig anderen Welt. Hier war alles neu: die Sprache, die Menschen, die Kultur, die Häuser, selbst die Luft roch anders. Am Anfang hatten wir Angst und fühlten uns oft verloren. Ich war traurig, habe oft nachts geweint – heimlich, um meine Kinder nicht zu beunruhigen.
Doch wir waren nicht allein. Schon bald begegnete ich Menschen aus der Organisation „Mit-einander“, die uns mit offenen Armen empfingen. Sie halfen uns bei vielen Dingen: bei Behördengängen, Schulanmeldungen und in alltäglichen Situationen. Diese Unterstützung gab uns Hoffnung und Kraft. Unsere Kinder lernten schnell Deutsch, für meinen Mann und mich war es schwieriger. Wir machten viele Erfahrungen – manche schön, andere
herausfordernd. Es gab Missverständnisse, vor allem wegen Sprachproblemen und kulturellen Unterschieden. Auch Religion und Traditionen führten manchmal zu Unsicherheiten.
Heute, zehn Jahre später, sind wir angekommen. Mein Mann und ich haben Ausbildungen abgeschlossen und arbeiten beide in Vollzeit. Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben – auf unseren Neuanfang. Unsere Kinder sind mittlerweile selbstbewusste Jugendliche, die unsere Geschichte kennen und unsere Entwicklung miterlebt haben.
Wir haben Freunde, Kollegen und Nachbarn, die uns schätzen. Wenn wir verreisen, freuen wir uns immer auf unsere Rückkehr nach Freinsheim – es ist unser neues Zuhause geworden.
Ich werde meine Heimat Syrien nie vergessen. Sie bleibt tief in meinem Herzen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, Deutschland – mein neues Zuhause – freiwillig zu verlassen.
Damals mussten wir gehen. Heute möchten wir bleiben. Denn dieser Neuanfang war voller Schmerz, Hoffnung, Mut – und ist jetzt voller Leben.
Das Schwierigste, was ich momentan in Deutschland erlebe, ist die vorzeitige Beurteilung aufgrund meines äußeren Erscheinungsbildes – wie meiner Hautfarbe oder meines Kopftuchs. Trotzdem versuche ich, positiv zu bleiben und meinen Weg weiterzugehen
Ich bin .. Sehrish A.
und ich bin 32 Jahre alt. Ich spreche Deutsch, Urdu und Englisch.
Meine Eltern sowie mein Ehemann sind aus Pakistan. Wir alle wohnen schon immer in Freinsheim und fühlen uns hier wohl. Ich bin verheiratet und habe 2 Töchter, 6 und 2 Jahre alt.
Meine Ausbildung als Erzieherin habe ich 2016 abgeschlossen und arbeite seitdem auch als Erzieherin
Da ich in Deutschland geboren bin, ist meine Heimat in Deutschland
Ich gehöre zur Ahmadiyya Muslim Gemeinde mit dem Motto: “LIEBE FÜR ALLE HASS FÜR KEINEN.
Unser Gebetszentrum befindet sich in der Haintorstrasse 11 in Freinsheim.
„Der Menschheit zu dienen ist selbst eine Form der Anbetung Allahs“ (Zitat des Gründers der Ahmadiyya Gemeinde). Unsere Aufgabe ist es, Menschen zu dienen Menschen in Notlagen zu unterstützen, unabhängig von Religion und Herkunft.
Dazu gehört z.B. auch unsere Obdachlosenspeisung. Bei diesem Projekt werden Menschen mit schwierigen sozialen Situationen, bspw. jene, die kein Dach über dem Kopf haben, unterstützt. z.B. werden ihnen warme Speisen überreicht.
Im Rahmen der bundesweiten Neujahrs-Putz-Aktion kehrt die Ahmadiyya Muslim Gemeinde jedes Jahr am Neujahrsmorgen nach einem gemeinsamen Gebet die Straßen von Freinsheim und befreit sie von den Überresten der Silvesternacht. Es ist ein Zeichen für sozialen Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein.
Ich bin … Hanin Albalkhi
aus Syrien und 37 Jahre alt. Im Mai 2018 konnte ich endlich mit unserem Sohn Wissam zusammen zu meinem Mann nach Freinsheim kommen. Ich spreche Arabisch und Deutsch. An der Universität in Damaskus hatte ich 5 Jahre lang Pharmazie studiert. Dort habe ich auch meinen Mann kennen gelernt. Wir haben beide 2011 unseren Abschluss dort gemacht.
Wie er habe ich hier erst mal Deutsch bis zum Niveau C1 gelernt, um dann mein Pharmazie-Studium anerkennen zu lassen. Ich habe die Fachsprachprüfung und die Kenntnisprüfung im August 2022 bestanden und wurde so auch in Deutschland approbierte Apothekerin. Seit der Anerkennung arbeite ich als Apothekerin in der Einhorn Apotheke in Frankenthal.
In den ersten Monaten war die Sprachbarriere das Schwierigste, aber ich habe schnell gelernt. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass wir in Deutschland nicht willkommen sind! Das macht das Leben heute schwierig!
Mir gefällt hier, dass Deutschland ein Rechtsstaat ist und das Gesetz über allem steht. Vermissen tue ich natürlich meine Familie und vor allem die großen Familientreffen!
Ich bin … Mohsen A.
26 Jahre alt und kam 2015 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus Syrien nach Deutschland. Ich spreche Arabisch und Deutsch.
Zuerst war ich im Sprachkurs der Berufsschule in Bad Dürkheim und konnte danach auf dem Leininger Gymnasium in Grünstadt meinen Abschluss Sekundarstufe 1 machen. 2018 habe ich mit der Ausbildung zum Elektriker begonnen und die Prüfung bestanden. Danach habe ich den Betrieb gewechselt und bin noch heute in diesem Unternehmen in Mannheim als Servicetechniker.
Inzwischen bin ich verheiratet und habe einen kleinen Sohn. Ich bin stolz darauf, dass ich noch nie arbeitslos war, einen guten Beruf habe und für meine Familie selbst sorgen kann.
Seit 2021 bin ich deutscher Staatsbürger. Das macht mich einerseits stolz, andererseits merke ich immer wieder – auch bei Behörden – dass ich als Bürger 2ter Klasse und immer noch als Ausländer angesehen werde. Das tut mir sehr weh, denn ich versuche immer, mich meiner neuen Staatsangehörig würdig zu erweisen. Auch wenn Syrien meine erste Heimat ist, so habe ich mit Deutschland eine zweite Heimat dazu gewonnen.
Das ich in Deutschland einen so guten Weg machen konnte, verdanke ich „meiner“ deutschen Familie, die mich gleich zu Beginn aufgenommen und wie einen weiteren Sohn behandelt hat. Sie haben mich unterstützt, mit mir gelernt und Hausaufgaben gemacht und mir durch den Behördendschungel geholfen. Sie haben mich Teil ihrer Familie sein lassen. So bin ich wie in Syrien in einer großen Familie mit 4 Geschwistern aufgewachsen.
Meine deutschen Familie kann ich nicht genug danken und ich werde ihnen nie vergelten können, was sie für mich getan haben. Durch sie kann ich heute sagen: „Ich habe es geschafft!“
Ich bin … Iris K
64 Jahre alt und lebe seit 1980 in Freinsheim. Mein Mann ist Freinsheimer und da war klar, dass wir uns in Freinsheim eine Wohnung suchen.
Als 2015 die vielen Flüchtlinge nach Deutschland kamen, habe ich immer gesagt: wenn jede*r Deutsche ein*n an die Hand nehmen würde, gäbe es keine Probleme und man müsse sich keine Sorgen machen. Da ich schon immer getan habe, was ich sage, hat unsere Familie im Sommer 2015 einen unbegleiteten Jugendlichen aufgenommen, um ihn zu unterstützen. Wir kannten ihn nicht, wussten nur, dass eine Pflegefamilie für Mohsen gesucht wird.
Die größten Herausforderungen waren natürlich die Sprache und das morgendliche Aufstehen. Im ersten Jahr hatte Mohsen viel Heimweh. Ansonsten war er wie unsere Kinder bzw. Jugendlichen: ein junger Mann mit Träumen und Flausen im Kopf, den man gut bis zum Erwachsensein begleiten konnte.
Auch heute – mit einer eigenen Familie – gehört Mohsen zu unserer Familie! Er ist bei allen Familienfesten und Feiertagen dabei und auch sonst reißt der Kontakt nie ab. Wie man sieht, habe ich Recht behalten: wenn jede*r sich um eine*n kümmert, gelingt Integration wunderbar!
Ich bin … Omid E.
33 Jahre alt, aus Afghanistan und seit September 2015 in Deutschland.
In meiner Heimat hatte ich früh verschiedene Jobs. Nah dem Abi arbeitete ich gleichzeitig als Manager in einer ausländischen Firma und machte meine Ausbildung zum Fitnesstrainer. Später eröffnete ich mein eigenes Fitnessstudio. Während der Schulzeit lernte ich durch meinen Vater außerdem die Schneiderei. Zusätzlich sammelte ich ab meinem 14. Lebensjahr erste Erfahrungen in der Foto- und Videografie, weil zwei meiner Onkel Fotografen waren und ich sie zu Hochzeiten begleiten durfte.
In Deutschland lernte ich über den Verein „Miteinander“ viele Menschen aus Freinsheim und Bobenheim am Berg kennen und begann dort Deutsch zu lernen. Rund ein Jahr lang konnte ich selbst anderen Geflüchteten helfen, vor allem bei Fahrradreparaturen.
Die ersten Jahre waren sehr schwierig. Ich durfte – wie alle Afghanen am Anfang – zunächst keine Sprachkurse besuchen: Deutsch habe ich bei ehrenamtlichen Helfern gelernt. Mit Unterstützung von Frau Briese und Frau Grundmann fand ich schließlich einen Ausbildungsplatz als Raumausstatter. 2019 schloss ich die Ausbildung erfolgreich ab und wurde übernommen. Während der Ausbildung musste ich parallel B1 und B2 machen. Das war extrem anstrengend: Ich stand oft um 4:30 Uhr auf, kam erst gegen 23:00 Uhr zurück und lebte damals in einer kleinen Gemeinschaftswohnung mit sechs Personen. Es war laut, eng und fast unmöglich, in Ruhe zu lernen. Trotz all dieser Umstände habe ich es geschafft. Gleichzeitig zog sich mein Aufenthaltsstatus über fast fünf Jahre hin, und ich durfte lange keinen Führerschein machen. Nach vielen Behördenterminen bekam ich schließlich die Erlaubnis, weil das für meinen Beruf unerlässlich war.
Vor vier Jahren bekam ich die Niederlassungserlaubnis und seit einem Jahr die deutsche Staatsangehörigkeit. Neben meinem festen Job als Raumausstatter baue ich seit drei Jahren meine Selbstständigkeit als Fotograf und Videograf auf. Seit zwei Jahren bin ich als Kleinunternehmer angemeldet und investiere viel Zeit in mein Unternehmen. Die kulturellen Unterschiede zwischen Afghanistan und Deutschland waren eine große Herausforderung, aber ich habe nie aufgehört, dranzubleiben. Mein Ziel ist es, in den nächsten Jahren vollständig selbstständig zu arbeiten.
In meiner Anfangszeit in Deutschland spielte ich in einer Fußballmannschaft in Weisenheim am Berg. Wir trainierten viel und nahmen an einigen Turnieren teil. Einmal konnten wir sogar ein Turnier gewinnen. Heute fehlt mir die Zeit für Fußball, aber ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und reise sehr gerne. In den letzten Jahren war ich viel in Deutschland und Europa unterwegs.
Die letzten zehn Jahre waren voller Herausforderungen, aber auch voller Fortschritte. Ich habe gelernt, nicht aufzugeben – und passend dazu bedeutet mein Name „Hoffnung“.
Christine – Syrielle – Rudin – Gabriel – Muhamet – Dominik
Hang – Nhi – Saya – Valsina (mit Baby Dua) -Narine
Loi – Cevahir – Alda – Olvi
Wir sind .. ein Teil des internationalen Teams vom Haus Nikolas in Freinsheim.
Hier spreche ich, Heidi N., die Einrichtungsleiterin vom Haus Nikolas der Compassio BV & Co Kg.
Wir haben zurzeit 120 Beschäftigte – Pflegefachkräfte – ungelernte Pflegehilfskräfte – Reinigungskräfte – Verwaltungskräfte – Küchenhilfen – Haustechniker aus 22 Ländern!
Es ist nicht einfach, gute und motivierte Mitarbeiter im Bereich der Pflege zu finden. Feiertagsarbeit, Schichtdienst, psychische und physische Belastung, fehlende Anerkennung des Berufs in der Gesellschaft – das alles macht den Job nicht wirklich attraktiv.
Es ist wichtig, jeden einzelnen in unsere Gesellschaft einzubinden und allen eine Chance im Leben zu geben. Bei der Einstellung von Mitarbeitern ist uns wichtig: Vorerfahrungen – gute Ausstrahlung – positives Kennenlerngespräch – die Bereitschaft und das Interesse, Neues zu lernen.
Wir erwarten Bereitschaft und Anstrengungen, die neue Sprache zu lernen. Wenn man sich für das Gegenüber Zeit nimmt und ohne Vorurteile an die Sache geht, klappt die Verständigung immer. Bei den Mitarbeitern, die mit dem Sprachniveau B2 starten, funktioniert es – bis auf die fachspezifischen Begriffe – von Anfang an gut. Schwierig ist und bleibt für die meisten unserer nicht-pfälzischen Mitarbeiter oft der Dialekt.
Durch all die verschiedenen Menschen mit ihren unterschiedlichen Kulturen und Charakteren können auch wir deutschen Mitarbeiter und Bewohner immer viel dazu lernen. Es ist eine Bereicherung, von all diesen Menschen aus ihren Kulturen zu hören. Zum Beispiel, wie die Postzustellung in Kamerun funktioniert, ist fantastisch! Da könnte sich die DP was abgucken! 😉
Und natürlich gibt es auch Schicksale, die berühren und nachdenklich machen…
Ich bin… Saja A, 36
aus Damaskus, Syrien. Im November 2022 bin ich nach Deutschland gekommen. Ich spreche Arabisch, Englisch und Deutsch.
In Syrien habe ich Archäologie in Damaskus studiert und fünf Jahre lang ehrenamtlich in der Direktion für Antiquitäten in Damaskus gearbeitet. Als ich nach Deutschland gekommen bin, war ich zuerst neun Monate im Camp. Diese Zeit war sehr schwierig für mich, weil ich nur warten konnte, bis alle Verfahren abgeschlossen waren. Ich konnte in dieser Phase überhaupt nichts machen. Das ist auch das, was ich an Deutschland am wenigsten mag: die Bürokratie und die langen Verfahren – aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Nach dem Camp habe ich den Integrationskurs gemacht und mein B1-Zertifikat geschafft.
Danach hatte ich großes Glück – und natürlich dank der Unterstützung von Andrea und Silke – dass ich zuerst im Café am Spielzeug Museum und jetzt in einem Seniorenheim in Freinsheim arbeiten konnte und auch endlich eine eigene kleine Wohnung bekommen habe.
Die Menschen hier sind sehr freundlich und offen. Ich habe nie schlechte Erfahrungen gemacht, weil ich Ausländerin bin. Im Gegenteil: Viele Leute sind hilfsbereit und herzlich.
Am meisten gefällt mir in Deutschland der Respekt, die Gesetzestreue, die Ordnung, der menschliche Umgang sowie die freundliche Gesellschaft. Ich habe hier vieles gelernt: zum Beispiel Zeitmanagement, Respekt gegenüber anderen, unabhängig davon, woher jemand kommt, und dass man sich hier eine Zukunft aufbauen kann, ohne ständig Angst zu haben, ob man Arbeit, Wohnung oder das Nötigste zum Leben sichern kann – Probleme, die es in meinem Heimatland leider sehr stark gibt.
Was ich aus meiner Heimat vermisse, ist meine Familie, das warme Wetter und natürlich das gute Essen.
Ich liebe mein Leben hier sehr, und ich bin dankbar für alle Menschen, die mir geholfen haben und mich weiterhin unterstützen. So zum Beispiel Roswitha, die mir hilft, damit mein Deutsch immer besser wird. Ich mag meine Arbeit im Seniorenheim wirklich sehr und möchte mich in diesem Bereich weiterentwickeln und beruflich wachsen, wahrscheinlich eine Ausbildung machen.
Saja ist die Haupt-Übersetzerin für Arabisch und fast jeden Montag im Büro von Miteinander. Auch sonst hilft sie bei allen Aktionen – Fototage – Literaturfest – Weihnachtsmarkt.
Ich bin Narina A. , 46 Jahre alt.
Ich bin Armenierin und 2014 aus Russland nach Deutschland gekommen. Ich spreche Armenisch, Russisch und etwas Deutsch.
In meiner Heimat habe ich den Abschluss der 11. Klasse und habe dann an der Staatlichen Universität für Völkerfreundschaft in Moskau 5 Jahre Ökonomie studiert. Ich habe aber auch als Konditorin und Friseurin gearbeitet.
Hier habe ich Sprachkurse bis A2 besucht und dann meinen Sohn Adam bekommen. Ich ziehe ihn allein groß und arbeite in der Küche vom Seniorenheim Haus Nikolas. Ich mag meine Arbeit, ich mache alles mit Liebe, auch wenn es schwer ist. Es gefällt mir mit meinen Kollegen und den Menschen, die mich umgeben. Ich mag die Gesetze in Deutschland, vor denen alle Menschen gleich sind. Es gibt hier vor dem Gesetz keine Diskriminierung.
Ich habe in meiner alten Heimat Armenien das Grab meiner Eltern hinterlassen, es tut mir sehr weh, dass ich es nicht besuchen kann.
Ich danke allen Menschen, die mich hier so wunderbar unterstützen.
Narina unterstützt den Verein Miteinander immer, wenn man sie braucht!
Wir sind .. die Familie K. aus Albanien.
Valsina, 40 Jahre alt, ist 2018 nach Deutschland gekommen, weil hier eine Stelle als Altenpflegerin gefunden hat. Sie hatte schon in der Heimat nach dem Gymnasium die Ausbildung zur Krankenschwester gemacht und 1 Jahr Deutsch gelernt. Hier musste sie erneut eine Prüfung ablegen und hat angefangen, bei Compassio zu arbeiten. Valsina spricht Albanisch und Deutsch.
Muhamet ist 48 und ist 2019 nachgekommen. Er hatte in der Heimat Abitur gemacht und später eine 2-jährige Ausbildung für Landmaschinen. Er hat mehrere Jahre als LKW-Fahrer gearbeitet und hatte ein eigenes kleines Unternehmen. Bei Compassio ist er heute der ‚Mann für Alles‘ – Hausmeister, Reparateur, Möbelpacker, Fahrer – Wenn Not am Mann ist, ruft man Muhamet. Er spricht Albanisch, Deutsch und Griechisch.
Olvi ist 13 Jahre alt. In Albanien war ich 2 Jahre auf der Schule und dann bin ich mit meiner Mutter nach Deutschland gekommen. Am schwersten war die Sprache und dass ich nicht mit meinen Mitschülern reden konnte, aber ich habe schnell gelernt. Jetzt bin ich in der 7 Klasse am
Werner-Heisenberg-Gymnasium in Bad Dürkheim und schreibe gute Noten. Meine Hobbys sind Schwimmen, mich mit Freunden treffen, Kochen, Technik und Autos.
Die kleine Dua auf dem Arm ihrer Mama wurde am 22.10.2025 geboren.
Valsina hilft seit Jahren beim Frauen Café und dem Sozialladen MiLa von Miteinander. Muhamat ist einer der Fahrrad Reparateure der Miteinander Fahrrad Werkstatt Re-Cycle.
Ich bin … Rudin G
35 Jahre alt und komme aus Albanien. Ich bin nach Deutschland im Jahr 2018 gekommen, um als Pflegefachkraft zu arbeiten und den Leuten zu helfen. Ich spreche Albanisch, Deutsch, Italienisch und Englisch.
In meiner Heimat habe ich die Grundschule besucht, Gymnasium und Universität im medizinischen Bereich. Hier habe ich keine Schule besucht, aber ich habe vor 2 Jahren eine Weiterbildung als Praxisanleiter gemacht.
Ich arbeite als Pflegefachkraft seit 7 Jahren im Haus Nikolas in Freinsheim. Dort fühle ich mich sehr wohl und habe einen sehr guten Umgang mit Kollegen und Bewohnern.
Am Anfang war es ein bisschen schwierig, weil es ein neues Land und eine neue Sprache war, aber mit der Zeit habe ich mich eingewöhnt. Jetzt ist für mich nichts mehr schwierig.
In Deutschland finde ich die Menschen sehr nett sind und hilfsbereit, vor allem bei den Ämtern. Die Höflichkeit gefällt mir hier am besten.
Aus meinem Heimatland vermisse ich meine Familie und meine Freunde, obwohl ich sie oft besucht habe.
Ich bin.. Mika Gabriel A.
21 Jahre alt und im September 2024 aus Kamerun gekommen, um hier eine Ausbildung als Pflegefachkraft zu machen. Ich spreche Französisch , Englisch und Deutsch , meine Muttersprache ist aber Musgum.
Grundschule und Gymnasium habe ich in meiner Heimat besucht, und 8 Semester Germanistik an der Uni studiert. Ich mache aber hier in Deutschland seit dem 01.10.2024 eine drei jährige Ausbildung als Pflegefachkraft.
Am Anfang ist es mir schwer aufgefallen, so weit von meiner Familie zu wohnen und mich an alles Neue zu gewöhnen. Bis jetzt die Entfernung von meiner Familie immer noch das größte Problem.
Zum Glück bin ich in eine Einrichtung gelandet, wo ich mich wie zuhause fühle. Meine Chefs sind die nettesten und freundlichsten, die alle Hebel in Bewegung setzen, damit wir uns als Ausländer wohl fühlen und damit die Integration kein Thema für uns sein sollte. Diskriminierung ist ein Thema, dass ich praktisch, im wahren Sinn des Wortes, noch nicht erlebt habe.
Trotzdem vermisse ich immer aus meinem Heimatland meine Kumpels, meine Umgebung, meine Verwandten und vor allem meine Familie.
Ich bin .. Nuku A.
aus Albanien. Ich bin 32 Jahre alt, neugierig genug auf Neues und mit etwas Lebenserfahrung im Gepäck. Ich bin vor fünf Jahren nach Deutschland gekommen und fühle mich seitdem Schritt für Schritt mehr zuhause.
Ich wollte Neues entdecken, mich weiterentwickeln und mir selbst eine Herausforderung geben, vor allem, weil mir zu Hause vieles sehr bequem gemacht wurde. Ich spreche Albanisch als Muttersprache, dazu Englisch und Italienisch auf gutem Niveau. Spanisch verstehe ich sehr gut, auch wenn das Sprechen noch etwas Übung braucht. Türkisch kenne ich in Ansätzen und es steht auf meiner Wunschliste, es richtig zu lernen. Und natürlich spreche ich inzwischen auch im Alltag Deutsch.
Ich habe die Grundschule bis zur 8. Klasse besucht, danach bin ich ins Gymnasium gewechselt. Anschließend habe ich einen Bachelor in Gesundheits- und Krankenpflege und später einen Master in Gesundheitspsychologie abgeschlossen.
Ich arbeite seit fünf Jahren als Krankenschwester in einem Altenheim, ein Beruf, der mich täglich fordert, aber auch sehr erfüllt.
Ich kam genau zu Beginn der Corona Zeit nach Deutschland, eine Phase, die für mich wohl die größte Herausforderung war. Dazu kamen die Sprache, die Bürokratie, das Alleinsein und der Einstieg in die Arbeit. Zum Glück habe ich in dieser Zeit viel Unterstützung von meinem Arbeitgeber und meinen Kolleginnen und Kollegen bekommen.
Die Sprache ist heute kein großes Problem mehr, aber sie bleibt eine Herausforderung. Am schwierigsten ist jedoch die Entfernung zu meiner Familie und meinen Freunden. Zum Glück habe ich hier viele wunderbare Menschen kennengelernt, die mit der Zeit fast wie eine zweite Familie für mich geworden sind.
Am meisten schätze ich hier die Selbstständigkeit und die vielen Möglichkeiten, die sich mir eröffnet haben.
Am meisten vermisse ich meine Familie und Freunde. Und manchmal fehlt mir auch die Möglichkeit, mich so auszudrücken wie in meiner Muttersprache, dort gelingt vieles einfach natürlicher. Und natürlich fehlt mir auch die Sonne.
Ich bin .. Loi N.
28 Jahre alt und 2021 aus Vietnam nach Deutschland gekommen. In meiner Heimat hatte ich meinen Beruf auf der Hochschule für Pflege gelernt. Ich spreche Vietnamesisch und Deutsch.
Hier in Deutschland war ich auf der Caritas Altenpflegeschule und seit 2024 bin ich Pflegefachkraft. Die Sprachbarriere war und ist schwierig für mich und das Wetter ist mir hier im Winter viel zu kalt. Ich vermisse die Wärme meiner Heimat.
Hier habe ich eine neue Familie gefunden, aber ich vermisse meine Mutter und meine Freundin.
Ich bin Cevahir N.
43 Jahre alt und 2001 aus der Türkei nach Deutschland gekommen. Ich spreche Türkisch, Kurdisch, Arabisch und Deutsch.
In meiner Heimat habe ich die Realschule besucht. Hier arbeite ich seit 2021 im Haus Nikolas als Pflegehelferin und ich mache das richtig gerne. Ich mag unser großes buntes Team aus allen Ländern.
Ich bin .. Nhi N
24 Jahre alt und 2021 aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Ich spreche Vietnamesisch und Deutsch. In der Heimat habe ich an einer Fachschule gelernt.
Hier habe ich bei der Caritas eine Ausbildung als Pflegefachkraft gemacht. Seit 2021 arbeite ich erst als Azubi und seit 24 als Fachkraft im Haus Nikolas.
Schwer waren für mich die Sprachbarriere und das Heimweh. Die Sprache fällt mir immer noch sehr schwer. Aber ich habe hier eine neue Familie gefunden, die Arbeit und die Arbeitszeiten gefallen mir sehr gut.
Aus meiner Heimat vermisse ich neben der Familie vor allem manche Lebensmittel.
Ich bin .. Nhi Pham
24 Jahre alt und 2021 aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Ich spreche Vietnamesisch und Deutsch.
Hier habe ich bei der Caritas eine Ausbildung als Pflegefachkraft gemacht. Seit 2021 arbeite ich erst als Azubi und seit 24 als Fachkraft im Haus Nikolas.
In der ersten Zeit in Deutschland war die Sprache sehr schwierig für mich, aber inzwischen habe ich keine Probleme mehr.
Ich bin … Dmytro K.
47 und 2022 aus der Ukraine gekommen. Ich spreche Ukrainisch, Englisch, Deutsch und Russisch.
In meiner Heimat hatte ich Ingenieurwesen Automatisierungstechnik an der Universität in Kiew studiert und diverse IT Weiterbildungen und Prüfungen gemacht. Zuletzt hatte ich als IS Country Manager international gearbeitet.
Hier habe ich zunächst Sprachkurse bis zum Niveau B2 bestanden und arbeite heute als ERP und Masterdata Specialist bei einer Firma in Speyer.
Die Sprache war am Anfang hier die größte Schwierigkeit, aber heute habe ich keinerlei Probleme mehr. Im Gegenteil, ich helfe dem Verein Miteinander immer, wenn sie einen Übersetzer für Ukrainisch brauchen und habe dort sogar schon einen ehrenamtlichen Anfängerkurs Deutsch unterrichtet.
Am besten gefällt mir hier die Natur und herzlichen und netten Menschen. Ich liebe die Pfalz und bin mit meinen Töchtern viel draußen unterwegs. Allerdings vermisse ich meine Freunde aus der Heimat.
Ich bin .. Solomia K.
13 Jahre alt und mit meinen Eltern 2022 nach Deutschland gekommen. Ich spreche Ukrainisch und Deutsch.
Zu Hause war ich auf der Grundschule und hier besuche ich jetzt die Realschule plus in Maxdorf.
Am Anfang war die Sprache sehr schwierig für mich, aber jetzt komme ich prima klar.
Aus meiner Heimat vermisse ich meine Familie: Oma, meinen Onkel – und unser Haus und meine Katze!
Ich bin … Uliana K.
17 Jahre alt und mit meinen Eltern 2022 nach Deutschland gekommen. Ich spreche Ukrainisch, Deutsch, Russisch und Englisch.
Zu Hause in Kiew war ich auf dem Gymnasium und hier besuche ich jetzt die Realschule plus in Maxdorf.
Am Anfang war die Sprache sehr schwierig für mich. Auch war es schwer, sich hier einzufinden und neue Freundschaften zu schließen. Aber ich jobbe schon seit 2023 in verschiedenen Restaurants als Küchenhilfe, um mein Taschengeld aufzubessern. Das hilft auch beim Deutsch lernen und Bekanntschaften schließen.
Schwierig ist es im Moment, einen Ausbildungsplatz zu finden. Besonders gut gefällt mir hier die Deutsche Bahn – wir sind viel unterwegs und schauen viele tolle Gegenden an. Aus meiner Heimat vermisse ich meine Freundinnen besonders.
Ich bin .. Farhad N.
37 Jahre alt und im August 2015 nach Deutschland gekommen. Nachdem ich einen Monat in einem Camp verbracht hatte, wurde ich zusammen mit ein paar anderen Leuten in ein kleines Dorf namens Bobenheim am Berg verlegt. Zuerst wirkte das Dorf so ruhig, dass wir uns fragten, was wir hier überhaupt tun sollten. Es sah sehr langweilig aus.
Aber nur wenige Stunden später bemerkte ich, dass viele unserer Nachbarn zu uns kamen und uns herzlich willkommen hießen. Es war eine sehr wertvolle Zeit. Sie kamen fast jeden Tag, um uns zu helfen und uns Deutsch beizubringen, und wir spielten Fußball mit den jungen Jungs. Manchmal besuchte ich unsere älteren Nachbarn. Sie erzählten uns von der alten deutschen Kultur und viele interessanten Geschichten.
Bald wurden wir wie eine Familie. Besonders Frau und Herr Briese halfen uns mit allem, was sie konnten. Ich schätze jede Unterstützung und Liebe, die wir von ihnen erhalten haben, sehr. Heute bin ich deutscher Staatsbürger und weiß, wie man anderen hilft, dank all der Erfahrungen, die ich dort gemacht habe.
Mit der Familienzusammenführung helfe konnte ich im Jahr 2022 meine Frau aus unserem Heimatland nach Deutschland bringen. Zurzeit haben wir einen Sohn, Kanaan, der 2 Jahre und 4 Monate alt ist. Er besucht eine Tagesmutter. Ich danke Gott für meine wunderbare Familie.
Ich hatte in der Heimat BWL studiert und konnte meinen Bachelor inzwischen hier anerkennen lassen, nachdem ich Sprachkurse bis B2 besucht habe. Ich möchte meinen Master machen. Seit 2019 arbeite ich in der Logistik bei Amazon, um mich und meine Familie zu ernähren. Deutsch finde ich immer noch ein bisschen schwierig, auch wenn ich ziemlich flüssig spreche. Es ist nicht leicht, so weit von meiner großen Familie zu leben. Ich schätze an Deutschland besonders die Sicherheit, die die Gesetze geben und die Freundlichkeit der meisten Menschen. Außerdem die guten Möglichkeiten für Bildung und persönliche Weiterentwicklung.
Meine Frau, Rohafza N. ist ja noch nicht so lange hier. Sie besucht derzeit einen Sprachkurs und möchte Hebamme werden. Nachdem sie ihren Sprachkurs abgeschlossen hat, werden wir versuchen, für sie eine Ausbildung zu finden.
Für unseren Sohn hoffen wir, dass er Arzt wird. Als ich ein Kind war, wünschte sich mein Vater, dass ich Arzt werde und Menschen helfen kann, aber leider konnte ich aufgrund der Hindernisse in unserem Heimatland seinen Wunsch nicht erfüllen. Wir hoffen, dass Kanaan Arzt wird und anderen Menschen helfen kann.
Ich bin … Ali S.
36 und Jahre alt und bin 2015 aus Afghanistan nach Deutschland gekommen: Ich spreche Dari und Deutsch.
In meiner Heimat habe ich bis zur 7. Klasse eine Schule besucht und keine Ausbildung gemacht. Ich habe in einer Auto- und Motorradwerkstatt gearbeitet und hatte immer Freude an technischen Dingen. In Deutschland arbeite ich schon seit 9 Jahren in der gleichen Firma; ich baue Lagersysteme (Hochregale) auf und warte sie. Dafür bin ich in ganz Europa unterwegs.
Die Sprache war für mich am Anfang das Schwierigste, heute finde ich vor allem die deutsche Bürokratie schwierig, und Briefe und E-Mails von Ämtern sind oft zu kompliziert für mich.
An meiner neuen Heimat gefällt mir besonders die Pünktlichkeit und die Meinungsfreiheit, aus meiner alten Heimat vermisse ich meine Familie.
Ich bin … Helia S.
33 Jahre alt und 2015 mit meinem Mann und unserem 4 jährigen Sohn aus Afghanistan gekommen. Ich spreche Dari/ Persisch und Deutsch.
In Teheran im Iran habe ich ein Gymnasium besucht und Abitur gemacht. Hier in Deutschland arbeite ich als Hausfrau. Eine Ausbildung habe ich bisher nicht gemacht. aber wenn die Kinder alt genug sind, würde ich gern eine machen.
Das Schwierigste war in der ersten Zeit in Deutschland die Sprache und trotz Deutschkursen und B1 finde ich Deutsch immer noch schwer.
Hier gefällt mir die Freiheit am besten und aus meiner Heimat vermisse ich am meisten meine Familie.
Ich bin … Arman S.
und 14 Jahre alt. Ich bin 2015 mit meinen Eltern nach Deutschland gekommen. Da war ich 4 Jahre alt.
Ich spreche Deutsch, Dari und Englisch. Dari, die Sprache meiner Eltern, ist manchmal schwierig für mich, da fehlen mir manche Wörter.
In Freinsheim bin ich in den Kindergarten und in die Grundschule gegangen. Danach war ich in Weisenheim am Berg in der Realschule plus und seit der 7. Klasse bin ich in der Gesamtschule in Grünstadt. Es sieht so aus, dass ich auch in die Oberstufe gehen und Abitur machen kann.
Am Anfang war die Kommunikation mit anderen das Schwierigste für mich. In meiner neuen Heimat Deutschland gefällt mir mein ganzes Leben, Fußball, Freunde, alles.
Ich vermisse nichts an meiner alten Heimat, denn daran habe ich gar keine Erinnerungen.
Ich bin … Helen S.
und 8 Jahre alt. Ich bin hier in Deutschland geboren. Ich spreche Deutsch und Dari. Für mich ist Deutschland meine Heimat, denn ich war noch nie in Afghanistan, nur einmal mit meiner Mutter und meinem Bruder im Iran, wo meine Großeltern und Tanten und Onkel wohnen.
Wir sind vor ein paar Jahren von Freinsheim nach Grünstadt gezogen. In Freinsheim und in Grünstadt war ich im Kindergarten; jetzt gehe ich dort in die Grundschule.
Ich weiß nichts Schwieriges in Deutschland und ich vermisse nichts an Afghanistan.
Ich bin … Marion J.-H.
73, aus Duisburg und lebe schon fast 40 Jahre in Freinsheim. Bis zu meiner Pensionierung was Lehrerin für Englisch und Gesellschaftslehre an einer Gesamtschule. Ich war gleich ab 2015 dabei, als der Verein Miteinander sich gegründet und Paten gesucht hat. Ich habe die Aufgabe, jungen Geflüchteten bei der Integration in Deutschland zu helfen, schon immer wichtig gefunden.
Anfang 2016 habe ich zunächst Ali S. kennengelernt. Zu dem Zeitpunkt habe ich etliche afghanische junge Männer, die als Geflüchtete nach Freinsheim gekommen sind, betreut. Einer davon, Javaid A., sprach sehr gut Englisch, nach einiger Zeit auch schon recht gut Deutsch, so dass er eine große Hilfe bei der Verständigung mit den Dari oder Pashto sprechenden Afghanen war.
Wenn Ali und seine Familie, damals nur seine Frau Helia und der Sohn Arman, Post bekamen, haben sie sich an Javaid gewandt, er hat mich gerufen und dann wurden Ali die Inhalte der Briefe über Englisch verständlich gemacht. Später ging es dann direkter, denn ich konnte die Schreiben in einfache deutsche Sprache bringen, so dass Ali den Inhalt verstehen konnte.
Nach und nach habe ich dann immer mehr Kontakt zur Familie gehabt, habe sie öfter besucht und ihnen bei vielen bürokratischen Anforderungen geholfen. Dazu gehörten auch Termine bei einem Anwalt, viele E-Mails und Anrufe bei der Ausländerbehörde, der Verbandsgemeinde Freinsheim, eine Fahrt zu einem Asylverfahren in Trier und vieles mehr.
Zum Glück gab es eine weitere Patin, Maria H., die über Jahre engen Kontakt zur Familie hatte; sie hat Helia und die Kinder zu Arztbesuchen begleitet und hatte auch Kontakt zum Kindergarten, den Arman anfangs besucht hat. Für mich wäre das zu viel gewesen, denn ich habe neben dieser Familie noch sechs weitere afghanische Flüchtlinge und einen Iraner betreut. Inzwischen sind es durch Wegzüge nur noch vier, von denen einer jetzt mit Frau und Kind in Frankenthal lebt, ein anderer wartet seit Jahren darauf, dass Frau und Kind aus Kabul zu ihm ziehen können.
Ali und Helia sprechen inzwischen so gut Deutsch, dass es keine Probleme mehr gibt. Zudem sind die beiden Kinder Arman und Helen, die beide hier zur Schule gehen, perfekt in Deutsch. Da Ali seit vielen Jahren arbeitet, beschränkt sich der bürokratische Aufwand, bei dem ich der Familie helfe, auf E-Mails an Behörden und gelegentlich an die Vermieterin. Den Alltag bestreitet die Familie problemlos allein. Die größten Herausforderungen, die mit viel Frust verbunden waren, hatten mit dem Kampf um den regulären Aufenthaltstitel zu tun. Nach zehn Jahren in Deutschland hat die Familie vor einem halben Jahr die Einbürgerung beantragt und ich hoffe, dass sie in Kürze Deutsche sein werden.
Seit Ali, Helia, Arman und Helen in Grünstadt und nicht mehr in Freinsheim wohnen, haben wir nicht mehr so viel direkten Kontakt, Ali schreibt mir aber weiterhin häufig Chat-Nachrichten oder E-Mails und nimmt auch Anteil am Leben meiner Familie. Die Besuche sind seltener geworden, dennoch haben wir weiterhin freundschaftlichen Kontakt und ich freue mich an den vielen Fortschritten in Bezug auf die Integration.
Wir sind … ein Teil des Teams der Gärtnerei Weilbrenner GbR,
eine Zierpflanzengärtnerei aus Freinsheim, welche sich vor über 40 Jahren auf die Kultur der fleischfressenden Pflanzen spezialisiert hat.
Wir haben etwa 25 Mitarbeiter in Voll – und Teilzeit aus vielen verschiedenen Ländern. Rahma aus Somalia und Zuhaaus Syrien sind 2, die auch vom Verein Miteinander unterstützt werden. Zuha arbeitet schon seit einigen Jahren als Saisonkraft und seit Anfang 24 fest bei uns, Rahma hat dieses Jahr angefangen.
Es wird immer schwieriger, motivierte Mitarbeiter zu finden. Allerdings sind wir bisher tatsächlich zufrieden und können uns (noch) nicht beschweren. Auch dank der Mithilfe des Vereins Miteinander.
Unsere Teilzeitkräfte aus Syrien, Somalia, dem Iran sowie Afghanistan haben wir eingestellt, nachdem sie sich im Bewerbungsprozess sowie bei den Probearbeiten toll präsentiert haben. Mittlerweile ist hier eine großartige Gruppe entstanden.
Die Verständigung klappt eigentlich sehr gut, da manche der Frauen aus Syrien sowie Afghanistan gut Deutsch sprechen und so auch oft als Übersetzer fungieren.
Vielen Dank an den Verein Miteinander für die tolle Zusammenarbeit sowie die Vermittlung der Mitarbeiter an uns. Das hat uns in den letzten Jahren wirklich sehr geholfen.
Ich bin … Zuha B
46 Jahre alt und 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen. Ich spreche Arabisch und Deutsch.
Zu Hause habe ich die Schule besucht und war Hausfrau und Mutter. Hier war ich dann im Integrationskurs und bin glücklich, dass ich in der Nähe meines Hauses einen Job bekommen, habe. Ich liebe meinen Job sehr. Herr Bernd, Philipp und Lukas sind sehr wunderbare und respektvolle Menschen und ich liebe sie sehr. Auf dem Weihnachtsmarkt verkaufe ich am Stand meines Bruders immer Falafel. Das mache ich sehr gerne.
Ich lebe mit meinem Mann und meinen 6 Kindern in Herxheim am Berg. Alle meine Kinder haben gute Schulabschlüsse, eine Ausbildung gemacht oder sind gerade dabei. Mein ältester Sohn hat ihn Wachenheim einen guten Döner Laden. Das macht mich sehr stolz.
Ich bin … Rahma M.
39 Jahre alt und 2019 aus Somalia nach Deutschland gekommen. In meiner Heimat hatte ich einen Schulabschluss gemacht und in einem Bekleidungsgeschäft gearbeitet.
Hier habe ich den Integrationskurs besucht und mit meiner Familie zuerst in Weisenheim am Berg gewohnt. Dort habe ich 14 Monate in der Apotheke geputzt. Dann bin ich mit meinem Mann und meinen beiden Söhnen nach Freinsheim gezogen. Seit Anfang des Jahres arbeite ich jetzt bei der Firma Weilbrenner und fühle mich dort sehr wohl. Die Arbeit ist gut und die Kolleginnen und Chefs auch.
Meine beiden Söhne sind 13 und 16 und besuchen die BBS bzw die Realschule plus in Bad Dürkheim. Mein Mann arbeitet bei DHL.
Ich bin … Reza Z.
27 und im Sommer 2015 zusammen mit meiner Mutter aus Afghanistan gekommen. Ich spreche Dari, Farsi und natürlich Deutsch.
In der Heimat hatte ich die Hauptschule besucht und in Bad Dürkheim kam ich dann in die 9te Klasse – Berufsvorbereitung – der Berufsschule. Danach habe ich die zehnte Klasse an der Berufsschule in Eisenberg gemacht und dort meinen Realschulabschluss erhalten. Ich habe eine Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer abgeschlossen und arbeite derzeit als Fachkraft in der Produktionsabteilung in meinem erlernten Beruf bei der Firma Gechem in Kleinkarlbach.
Am Anfang war die Sprache das Schwierigste für mich. Es war schwer, alles zu verstehen und sich mitzuteilen. Manchmal ist es immer noch schwierig, komplizierte Briefe oder Dokumente zu verstehen. Mir gefällt die Sicherheit, die Ordnung und die beruflichen Möglichkeiten in Deutschland. Auch die Natur und die Hilfsbereitschaft der Menschen gefallen mir sehr.
Ich wohne hier mit meiner Mutter, aber ich vermisse meine Frau. Vor 3 Jahren haben wir im Iran geheiratet und jetzt befinden uns im Verfahren zum Familiennachzug. Und meine Großeltern fehlen mir.
Ich bin … Halima Z.
50 Jahre alt und die Mutter von Reza. Mein Mann ist gestorben, als Reza erst 1 Jahr alt war und so sind wir gemeinsam geflohen.
In meiner Heimat hatte ich keine Gelegenheit, eine Schule zu besuchen. Ich war Hausfrau und Mutter und musste meinen Sohn allein großziehen. Hier in Deutschland habe ich bis zum Niveau A2 Deutsch gelernt, aber da ich nie in einer Schule war, fällt mir das alles unglaublich schwer. Außerdem habe ich schlimme Rückenprobleme und immer starke Schmerzen, besonders beim Sitzen. Das macht das Lernen auch nicht einfacher.
Ich bin froh, dass mein Sohn hier bei mir ist, denn ich bin auch bei Arztbesuchen auf seine Unterstützung und Übersetzung angewiesen. Mir gefällt, dass es hier sicher und ruhig ist. Die Menschen sind freundlich und es gibt gute medizinische Versorgung.
Aus meiner Heimat vermisse ich natürlich meine Familie, vor allem meine Eltern.
Ich bin … Elham H.
bin 26 Jahre alt und 2015 als unbegleiteter Minderjähriger aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Ich spreche Dari, Englisch und Deutsch. In Afghanistan habe ich das Gymnasium bis zur 9. Klasse besucht. Hier war ich anschließend auf der Realschule plus und der Höheren Berufsfachschule. Von 2019 bis 2022 habe ich eine Ausbildung zum Medientechnologen Druck bei der Rose Druck GmbH in Landau absolviert. Danach besuchte ich die Höhere Berufsfachschule Technik in Kaiserslautern mit dem Ziel, das Fachabitur im Bereich IT zu erwerben. Heute arbeite ich als Fachinformatiker für Systemintegration bei der Stadt Frankfurt.
Wir haben viel Unterstützung von Menschen bekommen, die sich für Geflüchtete eingesetzt haben – sei es durch Nachhilfe für die Schule, Deutschkurse oder Begleitung zu Ämtern. Seit 2016 wohne ich bei der Familie Annemarie B., die mich wie einen Sohn aufgenommen hat. Ohne ihre Unterstützung wäre ich nicht so weit gekommen, und ich schätze jede Hilfe sehr.
Ich wünsche mir, dass auch andere Geflüchtete auf kleine Dörfer verteilt werden, damit ihnen jemand unter die Arme greift und sie unterstützt – sodass sie später gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und sich leichter integrieren können.
Um neue Freundschaften zu knüpfen und meine Deutschkenntnisse zu verbessern, habe ich mich der Freiwilligen Feuerwehr angeschlossen. Gleichzeitig wollte ich der Gesellschaft etwas zurückgeben und Menschen helfen.
Am Anfang war die Sprache für mich sehr schwierig – heute ist es eher die deutsche Bürokratie. Am besten gefällt mir in Deutschland die Freiheit, die ich hier habe, und die beruflichen Möglichkeiten. Aus meiner Heimat vermisse ich vor allem meine Familie – und das Wetter.
Ich fühle mich heute hier wie zu Hause.
Ich bin … Shabab S.
28 und 2015 aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Ich spreche Usbekisch, Dari, Türkisch und Deutsch. In Afghanistan hatte ich die Hauptschule bis zur 9ten Klasse besucht. In Deutschland war ich 2 Jahre in der Berufsvorbereitungsklasse an der Berufsschule in Bad Dürkheim, um Deutsch zu lernen.
Ab 2018 habe ich in der Wäscherei Bardusch gearbeitet, wo wegen Corona 2019 viele Mitarbeiter
entlassen wurden. Danach, 2020 habe ich bei Amazon in Frankenthal eine Anstellung gefunden, wo ich seither arbeite.
Mit meinen Kollegen und Vorgesetzten hatte ich nie Probleme und ich wurde immer gut aufgenommen. Ein großes Problem war, eine eigene Wohnung zu finden. Da hat sich doch gezeigt, dass viele Vermieter keine Ausländer wie mich aufnehmen wollen, obwohl ich meine Miete selbst bezahlen konnte. Frau Briese hat fast ein Jahr gebraucht, um mit Hilfe einer Bekannten aus dem Helferkreis eine Wohnung in Weisenheim am Sand für mich zu finden, wo ich seither zuhause bin.
Die Sprache und die deutschen Gewohnheiten zu lernen ist mir sehr schwergefallen, heute noch sind alle Behördengänge schwierig für mich, vor allem die Ausländerbehörde. Am besten gefällt mir an Deutschland, dass es klare Regeln und Gesetze gibt und dass ich in Freiheit leben kann.
Ich vermisse meine Eltern und den Rest der Familie.
Ich bin … Annemarie B.
73 Jahre alt und wohne seit 1979 in Bobenheim am Berg. Geboren bin ich in Ludwigshafen .
Ich habe mich gleich 2015 aus gesellschaftlicher Verantwortung und christlicher Nächstenliebe beim Verein Miteinander gemeldet, denn ich war und bin der Ansicht: „Wir schaffen das!“ geht nur gemeinsam.
Die jungen Afghanen waren der Gemeinde zugeteilt worden und ich habe mich mit anderen Bobenheimern darum gekümmert, dass sie die ersten Schritte in der ihnen völlig fremden Welt gehen konnten.
Die Verständigung klappte von Anfang gut, weil Farhad gut Englisch sprach – er hat für die anderen übersetzt und war der „Retter in der Not“.
Die größte Herausforderung waren die Behörden. Anfangs gab es überall freundliche Verwaltungsmitarbeiter, aber später hat sich das leider „etwas gelegt“.
Die Zeit damals war für mich – damals 63 Jahre alt und gerade vom Schuldienst pensioniert – eine bereichernde Zeit! Ich bin öfter an meine Grenzen gestoßen, aber genauso oft darüber hinausgewachsen.
Die jungen Menschen in ein neues Leben hier zu begleiten, ihnen Perspektiven zu ermöglichen und letztendlich den Erfolg einzufahren, möchte ich nicht missen und es ist beglückend! ALLE sind in Lohn und Brot.
Laut Statistik des Ausländerzentralregisters zum 30.09.2025 leben zurzeit 15.383 Ausländer im Landkreis Bad Dürkheim.
Das sind natürlich nicht alles geflüchtete Menschen / Asylbewerber. Lediglich 2.309 Personen davon sind im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen.
349 Personen befinden sich im laufenden Asylverfahren, 240 Personen besitzen eine Duldung.
Eingebürgert wurden in den letzten Jahren bei uns:
2023 – 213 Personen, davon 121 Syrien, 8 Afghanistan
2024 – 222 Personen, davon 81 Syrien, 20 Afghanistan
2025 – bisher 106 Personen, davon 35 Syrien, 7 Afghanistan
Menschen aus Syrien und Afghanistan haben wir gesondert aufgeführt, weil das die größten Gruppen bei uns sind.
Weitere Informationen:
Miteinander Verein der VG Freinsheim e.V.:
www.hilfe-freinsheim.de
Fotografien:
André Straub
Texte & Projektteam:
Andrea Scheuermann & Silke Stevermüer