Im letzten Beitrag ging es um die Ansätze zur Umsetzung einer virtuellen 360° Tour. Diesmal werden wir uns mit dem Thema Bildidee & Konzeption auseinandersetzen.
Um eine virtuelle Tour zu gestalten, sollte man sich zu Beginn mit der konzeptionellen Bildidee auseinandersetzen. Dies betrifft den Umfang und Aufbau der Tour, sowie die Punkte und Details die man darstellen möchte.
Konzept
Umfang & Aufbau der Tour
Eine Tour kann sehr unterschiedliche Ausprägungen haben. Beliebt sind Städtetouren, Regionstouren oder Touren, die beides integrieren und enthalten. Aber auch Indoor-Touren, wie z.B. durch Museen oder repräsentative Gebäude sind sehr beliebt. Aber auch Produkt- und Angebotspräsentationen, die von Messen inspiriert werden, finden häufig Anwendung. Für den Endanwender geht es dabei immer um das Ziel, ihm eine andere interaktivere Form der Darstellung zu bieten.
Wenn man z.B. eine Stadttour umsetzen möchte, wäre ein Startpunkt ein markanter Punkt in der Innenstadt. Dies ergänzt man dann mit weiteren bekannten Punkten der gesamten Stadt, z.B. Museen, Kirchen, besondere Gebäude.
Möchte man z.B. eine Tour innerhalb eines Gebäudes umsetzen, dann könnte man als Startpunkt mit einer Außenaufnahme vom Gebäude starten und dann mit weiteren Aufnahmen der für die Tour notwendigen Räume fortfahren.
Bildidee
Was will man mit den Aufnahmen mitteilen?
In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf die virtuellen Touren, deren Bildmaterial & Umgebung mit Kameras aufgenommen wird (siehe letzten Beitrag zu virtuellen Räumen, die mit einer Software erzeugt werden).
Hier kommt dann natürlich die Aufnahmetechnik und der Blickwinkel zum tragen, nimmt eher eine Bodenperspektive ein oder fotografiert man von “oben” – also mit einer Drohne. In Räumen und Gebäuden kommt eine Drohne kaum zum Einsatz, im Außenbereich macht das häufig Sinn, da man hier einen anderen oft interessanteren Blickwinkel durch Drohnenaufnahmen erhält.
Sphärisches Panorama
Was ist das überhaupt?
Zuerst einmal: Was ist überhaupt eine 360° Tour? Viele Begriffe ranken sich um dieses Thema. Wir gehen in diesem Leitartikel und auch in den folgenden Beiträgen ausführlich darauf ein.
Was eine virtuelle 360° Tour möchten wir euch anhand von drei Touren zeigen:
Sind Bodenaufnahmen anzufertigen, eignet sich bzgl. der Aufnahmequalität ein Stativ in Kombination mit einem Panoramakopf und Digitalkamera. Hier dargestellt ist der Panoramakopf von Novoflex. Als Kamera empfehlen wir eine digitale Vollformatkamera mit einem Weitwinkelobjektiv. Wir setzen dabei u.a. eine Canon R5 mit einem 15-35mm Weitwinkelobjektiv ein.
Aufnahmen
Luft vs. Bodenaufnahmen
Zuerst einmal: Was ist überhaupt eine 360° Tour? Viele Begriffe ranken sich um dieses Thema. Wir gehen in diesem Leitartikel und auch in den folgenden Beiträgen ausführlich darauf ein.
Was eine virtuelle 360° Tour möchten wir euch anhand von drei Touren zeigen:
Eine der schönsten Regionen Deutschlands macht Werbung für sich mit “Die Pfalz von oben”. Die ganze Pfalz wird dabei in einer einzigartigen virtuellen und visuellen 360° Tour erlebbar gemacht. Alle kleinen und großen Highlights dieser Region wurden nicht nur fotografisch in 360° festgehalten, sondern auch mit wertvollen Wander- und Radtouren, sowie medialen Inhalten angereichert. Die 360° Tour ist dabei mit ist mit Browser, Touchscreen oder VR-Brille erlebbar.
Auch nicht “reale” Ausstellungen gehören zu diesem Thema. Die virtuelle Fotoausstellung “New York State of Mind” des renommierten New York Fotografen Christian Popken, zeigt dies eindrucksvoll. Mehrere virtuelle Räume, die es in echt nicht gibt, wurden einem New Yorker Loft nachempfunden. Die Ausstellung zeigt dabei Werke von Christian und wurden durch 360° Videos, z.B. am Timesquare bei Nacht, ergänzt.
Das die Technik kaum Grenzen hat, haben wir an der PHOTOPIA 2023 gezeigt. Im Rahmen eines Wettbewerbs waren hunderte Teilnehmer*innen aufgefordert, ihre besten und schönsten KI-generierten Bilder einzusenden. Die Gewinnerbilder wurden in einer KI-generiertem Raumkapsel “aufgehängt”. Das visuelle Erlebnis konnte nur mit einer VR-Brille erlebt werden – und löste bei allen, die es ausprobiert haben, Neugier, Staunen und spannende Reaktionen aus.
VIRTUELL VS. ECHT
Was ist das eigentlich, eine “virtuelle” und ein “reale” Umgebung?
“Vulkanmenschen” – Ulla Lohmann
Diese Ausstellung gibt es “real” nicht. Zumindest nicht in der physischen Welt. Mittels einer speziellen Software wurde ein virtueller Raum geschaffen und mit Videos und Fotografien angereichert, um den Besucher durch ein Thema zu führen.
Das Beispiel zeigt die virtuelle 360° Tour durch die Pfalz. Die 360°-Fotos wurden mit Drohne und Bodenkamera aufgenommen. Wir sprechen von einer “realen” VR-Tour, da man die Ort tatsächlich besuchen kann.
Virtuelle Umgebung
Es gibt Fälle, da möchte man Produkte oder Kunst in Räumlichkeiten zeigen, die es so gar nicht gibt. Vielleicht weil eine besonders kreative Idee umgesetzt werden soll und man seine Ausstellung im Weltall zeigen möchte, oder aber um realistisch wirkende Räume zu nutzen, deren Baukosten das Budget sprengen würden.
Wenn man sich entscheidet, mit einem virtuellen Raum zu arbeiten, benötigt man weder Beton noch Kamera. Die Ausstellung entsteht komplett dirgital am Rechner. So realistisch die Ergebnisse teils auch aussehen mögen, diese Räume gibt es in der realen Welt nicht.
Aber wie entsteht nun ein virtueller Raum?
An aller erster Stelle steht die Idee, wie die Räumlichkeit aussehen soll. Es ist im Grunde, wie bei einem realen Gebäude. Je nach dem kann man auf bereits vorhandene “Baupläne” zurückgreifen oder entwirft das gewünschten Gebäude komplett mit Hilfe eines CAD-Programms.
Steht das virtuelle Bauwerk, wofür es weder Handwerker noch Baumaterialien braucht, kommt die Einrichtung. Lichter werden platziert, Fußboden- und Wandmaterialien gewählt und Einrichtungsgegenstände bekommen ihren Platz.
Ist der Raum fertig eingerichtet, wird dieser, analog zum vorgehen bei einer “echten” Umgebung, virtuell abfotografiert. Man nennt diesen Vorgang übrigens auch “rendern”. So entstehen 360°-Panorama-Fotos vom virtuellen Raum, die wir zur weiteren Umsetzung in der 360°-Tour benötigen.
Echte Umgebung
Die “reale” Umgebung wird im Gegensatz zum virtuellen Raum mit echten Kameras abfotografiert. Wir digitalisieren also die reale Welt.
Wie erfolgt dies?
Zum “Abfotografieren” der Umgebung wird eine Kamera mit Panoramakopf oder Drohne benötigt, welche dann pro darzustellendem Punkt ein sogenanntes sphärischen Panoramabild (oder auch Kugelpanorama) erstellt.
Die Kamera erzeugt ein 360° Abbild der gesamten Umgebung um einen herum – von links nach rechts und von oben nach unten. Daher stammt auch der Begriff virtuelle 360° Umgebung.
Eine Kombination von “realer” und “virtueller” Umgebung ist problemlos möglich, insofern das die jeweilige Software zum Ausspielen der 360° Tour unterstützt, wie z.B. bei VR-EASY.
WIE ENTSTEHT EINE VIRTUELLE 360° GRAD TOUR? TEIL 3 – Bildidee und Aufnahmen mit Kameras
Im nächsten Beitrag wird es um die die Bildidee = Bildkonzept gehen, welches die inhaltliche Vorlage für die Erstellung einer 360° Tour ist.
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